Ausflug in die Heimat auf dem Ederseebahn-Radweg

4 Antworten

  1. Avatar WaldeckerJunge sagt:

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    Ein wunderschöner Artikel! Ich hatte irres Kopfkino.
    Mein Vater war Bundesbahn Beamter und war in meiner Kinderzeit auch gelegentlich Signalwärter am Hilfsbahnhof Wega-Mühle in den Mitte-50ern. Meine Mutter und wir Kinder haben meinen Vater gelegentlich an Sonntagen auf seinem Dienstposten besucht, und ihm in der Einöde Gesellschaft geleistet und eine warme Mahlzeit vorbeigebracht.
    Ich durfte dann – wenn es angesagt war – mit ihm durch den Tunnel Richtung Bergheim-Giflitz laufen, um am Tunnelende das Signallicht am Signalmasten zu hissen, um dem Zug Durchfahrt zu gewähren. Dann wieder zurück durch den Tunnel und im Wärterhäuschen den schweren Signalschalter auf Gewährung der Durchfahrt umzulegen. Spannend!
    Wir hatten Verwandtschaft in Korbach und Willingen und haben diese Strecke unzählige Male für Besuche genutzt – kostenlos, auf Freifahrtschein – wir waren ja „Bahner“.
    In den Kurzschuljahren 1966 bis 1968 habe ich mein Abitur in Korbach an der ALS gemacht. Das Bad Wildunger Gymnasium lehrte zu der Zeit NUR Englisch und Latein und ich hatte in der Realschule Englisch und Französisch gelernt.
    Also, jeden Morgen um 06:00 h zu Fuß von BW Stadtmitte zum Bahnhof. Um 06:40 h fuhr der Zug ab Richtung Korbach. An jeder „Milchkanne“ stiegen Schüler und Berufstätige zu – Ziel: Korbach. Wir waren wie eine Familie. Um 14:00 h dann wieder nach Hause, Ankunft ca. 15:30 h, zu Fuß nach Hause (nix Helikoptereltern), essen, Schularbeiten – ein langer Tag, wenig Freizeit!
    Aufgrund der für mich finanziell äußerst günstigen Fahrmöglichkeit bin ich als Schüler mehrfach in London gewesen – eine sehr bequeme Reise. Der durchgehende Zug Bad Wildungen-Amsterdam hielt auch in Utrecht (Niederlande) – 1 x umsteigen, weiter nach Hook van Holland. Dann auf die Harwich Ferry, 6 Stunden Überfahrt, dort in die British Railways und direkt ins Herz von London – eine schöne Zeit!

  2. Avatar WaldeckerJunge sagt:

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    Nicht schlecht! Bitte Bildunterschrift Teaserbild korrigieren: Einen Bahnhof „Giflitz“ gab es nicht. Nur einen „Bergheim-Giflitz“!

  3. Avatar WaldeckerJunge sagt:

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    Mein Vater war auch Beamter der Bundesbahn und ich habe die Freifahrscheine und Möglichkeit der verbilligten Fahrten, damals hieß das „Pfennig pro km“, reichlich genutzt.
    Auf der Strecke nach Nienburg, so langsam über die Dörfer, immer vorne beim Führer des Schienenbusses.
    Das habe ich vor einiger Zeit nochmal mit meinen Enkelkindern gemacht.
    Schienenbus fahren von Bad Eilsen nach Obernkirchen, auf der Strecke Rinteln – Stadthagen, einfach toll.
    Es gib eine Initiative, die Strecke Rinteln-Stadthagen wieder für den PNV fertig zu machen und zu nutzen.
    Ich bin mal gespannt, ob sie das hinkriegen.
    Die haben außer dem Schienenbus auch noch eine alte große Dampflok, die zu besonderen Gelegenheit durchs Schaumburger Land und Ostwestfalen fährt.
    Begeistert bin ich such von der Harzer Querbahn HSB, die ja auch auf den Brocken fährt.
    Bei mir im Hobbyraum unseres Dachgeschosses fährt eine kleine Ausgabe von LGB, neben der HO-Anlage von Märklin.

  4. Avatar WaldeckerJunge sagt:

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    Hier noch einmal die alte Bahnstrecke: BW – Wega-Mühle – Bergheim-Giflitz – Buhlen – Waldeck – Netze – Selbach – Sachsenhausen – Meineringhausen – Korbach-Süd – Korbach HbF