Stellungnahme zum Fall Dr. med. Peter Koswig

Stellungnahme zum Fall Dr. med. Peter Koswig © Waldecker Fernsehfunk/YouTube

Transkription zur Video-Stellungnahme zum Fall Dr. med. Peter Koswig von STEFAN GINDER; Mitglied im Kreistag Waldeck-Frankenberg, aufgenommen vor der genannten Hausarztpraxis.

„Arzt fordert Überprüfung der Atteste“

Ich stehe vor der Hausarztpraxis von Dr. Peter Koswig, der als engagierter und angesehener Bürger Korbachs gilt. Er sitzt unter anderem für Grüne Politik im Korbacher Stadtparlament und im Kreistrag Waldeck-Frankenberg. Warum stehe ich wohl hier? Zur Zeit kocht in den sozialen Medien ein offensichtlich von ihm inszeniertes Thema hoch. „Arzt fordert Überprüfung der Atteste“ heißt es in der Überschrift der Waldeckischen Landeszeitung auf Seite fünf. Auch die gleichgeschaltete Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) befasst sich mit einem gleichlautenden Zeitungsbericht vom 7. Januar 2022 mit dem Thema, dass im Tegut-Markt Korbach Mitarbeiter ihre Arbeit ohne Masken verrichten. Beim Lesen der Artikel stellt sich aber sehr schnell heraus, dass diese Mitarbeiter vom Tragen einer Maske aus medizinischen Gründen befreit sind. Der Arbeitgeber hält sich an geltendes Recht, kommt seiner Kontrollpflicht nach und grenzt die Mitarbeiter nicht aus, etwa durch eine Versagung der Weiterbeschäftigung. Zudem wurden und werden alle Mitarbeiter von Tegut durch eingehende Unterweisungen in Hygiene- und Schutzkonzepten geschult.

In der heutigen, schikanösen Zeit hebt sich Tegut als Arbeitgeber in dieser Situation wohltuend ab. Wäre es doch ein Leichtes solche erkrankten Mitarbeiter, die aus gesundheitlichen Gründen keine Schutzmaske tragen dürfen, vor die Tür zu setzen. NEIN sie werden weiter beschäftigt und sehen sich jetzt aufgrund dieses inszenierten Shitstorm eines GRÜNEN Feierabendpolitikers in den sozialen Medien geächtet. Sie werden genauso behandelt wie die Ungeimpften. Für mich und sicherlich für Sie stellt sich die Frage: Welche Absichten verfolgt dieser Dr. Koswig mit dieser populistischen Skandalisierung? Haben Sie auch Zweifel an der Darstellung, dass „mehrere Bürger“ sich beschwert haben? Jeder halbwegs empathische Mensch hat doch Mitleid mit allen Verkäufern, die den ganzen Tag unter fragwürdigem Schutz von OP- und FFP2-Masken leiden müssen.

Lieber Zuschauer, ich kann Ihnen an dieser Stelle keine Antworten liefern, aber ich verspreche Ihnen ich bleibe mit meinem Team dran. Vermutungen helfen an dieser Stelle nicht weiter, wohl aber Gespräche, etwa auf den montäglichen Spaziergängen im gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg, über die unsere Heimatzeitung nur sehr knapp und einsilbig berichtet. Seit geraumer Zeit treffen sich aufgewachte Bürger an den Rathäusern, um ihren stillen Protest gegen die derzeitige Corona-Politik der Regierung friedlich zum Ausdruck zu bringen. Die zunehmend empfundenen Einschränkungen der Grundrechte veranlassen zum Luftschnappen. Auch in Korbach verabredet man sich zu diesen Spaziergängen. Nach meinen Informationen beginnen diese jeden Montag um 18.00 Uhr am Bürgerhaus und ziehen sich durch die Korbacher Fußgängerzone Richtung Hauptbahnhof, zuletzt wohl schon mit 200 Bürgern.

Dr. Koswig bringt Berufskollegen in Misskredit

Wer jetzt vor allem unsere Solidarität verdient, sind die in die Kritik geratenen mundschutzbefreiten Mitarbeiter von Tegut. Angesichts einer solchen Zeitungsberichterstattung ist es eine Frage der Zeit bis ihre Namen in den sozialen Medien auftauchen. Für den Fall das ihre Namen in den Kanälen breitgetreten werden, die zu einer Rufschädigung führen könnten, empfehle ich ihnen, sich rechtsanwaltlichen Beistand zu holen. Sie sollten erwägen gegen diesen GRÜNEN „Spritzen-Populisten“ juristisch vorzugehen in Form einer strafbewährten Unterlassungserklärung sowie der Androhung einer Entschädigungszahlung bei einer erheblichen Rufschädigung und für den Fall das Ihr Arbeitgeber einknickt und Ihnen kündigt. Die Unterstellung, dass hier vermutlich falsche Atteste vorliegen und einer Überprüfung bedürfen, ist so ungeheuerlich. Und dies kommt von einem approbierten Arzt. Koswig unterstellt, dass er Zweifel an der Richtigkeit dieser ausgestellten Atteste hat. Somit bringt er zudem auch seine Berufskollegen in Misskredit, die diese Atteste ausgestellt haben. Er stört damit nachhaltig das Vertrauen in das Gesundheitswesen und den sozialen Frieden mit solchen vermutlich haltlosen Vermutungen. Die Ärztekammer Hessen ist über diesen Vorgang ebenfalls informiert und wurde von mir um eine Stellungnahme gebeten.

Liebe Zuschauer, verfolgen Sie dieses Thema aufmerksam, lassen Sie den hier Geschmähten ihre Solidarität zukommen. Falls sich Juristen angesprochen fühlen, nehmen Sie Kontakt mit mir auf, wenn Sie den Betroffenen ihre juristische Hilfe anbieten möchten.

Stefan Ginder
Abgeordneter im Kreistag Waldeck-Frankenberg


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