Russland: Gedanken zum Ruf „Der Russe kommt!“

Im Kulturkampf gegen das autochthone Russland werden Links- und Nationalfaschisten "gute Freunde". Quelle: Twitter Inc.

Im Kulturkampf gegen das autochthone Russland werden Links- und Nationalfaschisten „gute Freunde“. Quelle: Twitter Inc.

ZITAT: „Je mehr die USA und die Nato den Kriegskurs gegen Russland verschärfen, desto aggressiver gebärdet sich die herrschende Klasse in Deutschland. Vor allem die Medien befinden sich in einem regelrechten Kriegstaumel und fordern, dass die Bundesregierung endlich auch Waffen an das extrem rechte, anti-russische Regime in Kiew liefert.“ Quelle: Kriegshetze gegen Russland im Namen von Auschwitz

Zehn Thesen, „von Russland überfallen“ zu werden

Mit Ausbruch des offenen Bruderkrieges zwischen der Ukraine und Russland werden von den System-Medien 24/7 propagandistische Zerrbilder vom „guten Ukrainer“ und „bösen Russen“ verbreitet. Die Bildsuggestionen erinnern in vielerlei Hinsicht an die rassistische Untermenschen-Demagogie des Dritten Reiches. Damit das menschenverachtende Framing erst gar nicht kritisch hinterfragt werden kann, wird sofort auf dessen „Expertengrundlage“ ein Bedrohungsszenario imaginiert, wonach „der böse Russe“ nach der „Westliche-Werte-Ukraine“ in einem Aufwasch gleich noch in Multikulti-Deutschland einmarschieren könnte. Kurz, die Mär von „Der Russe kommt!“ wird im Stil von Joseph Goebbels und Julius Streicher neu aufgekocht. Gibt es also eine reale Gefahr „von Russland überfallen“ zu werden, etwa weil Russland ja eh gerade am vermeintlich grundlosen „Überfallen“ der „Westliche-Werte-Ukraine“ ist? Dazu zehn Thesen.

  1. „Überfallen“ ist aktuell ein völlig ungeeignetes Narrativ. Seit Herausbildung seiner UdSSR-Version (1917-22) hatte Russland ständig mit Invasionen vornehmlich aus dem Westen zu kämpfen. Von Anfang an. Revolutionärer Terror der Rotarmisten unter Lenin und später Stalin ließ sich daher immer glaubhaft als Terror zum Schutz der Heimat vor eindringenden Aggressoren deklarieren.
  2. Der Überfall durch Hitler-Deutschland, dessen Zurückschlagen und schließliches Zerschlagen kostete Russland über 20 Millionen Menschenleben. Das hat sich tief in die DNA des Volkskörpers eingebrannt. Auch wenn Stalin viele der Opfer selbst auf dem Gewissen hat – das Trauma des Überfalls bleibt.
  3. Aus dem Kalten Krieg ist bekannt: Sowjet-Russlands Führung war geradezu in panischer Angst, wieder überrollt zu werden, dieses Mal atomar und durch den Hegemon & seine Vasallen. Also ließ man sich auf ein Wettrüsten bis zu Pleite ein, nicht gedacht als Angriff, sondern als Selbstverteidigungsmaßnahme.
  4. Mit dem Fall der UdSSR und dem Ende des Kalten Krieges wurden Russen von den eigenen korrupten Machteliten – den Ur-LINKEN (!) – in ein geradezu vorzaristisches Elend getrieben. Das Land musste das EIGENE ERDÖL von angloamerikanischen Firmen kaufen. In noch kürzlich hoch geheimen Forschungslabors stapften „US-Berater“ herum. In den Schulbüchern wurden vor allem US-Flaggen abgebildet. Eine Umfrage unter Abiturienten in den 1990er Jahren ergab auf die Frage nach Traumberufen bei Mädchen „Prostituierte“ und bei Jungen „Mafia-Boss“. Mehr kultureller Niedergang, mehr Erniedrigung, Ehrverletzung und Demütigung kann man einem Volk kaum antun. Dem hat quasi im letzten Moment niemand Geringeres als Wladimir Putin ein Ende gesetzt!
  5. Damit ist Russland unfreiwillig zum Feindbild in einem Kulturkampf avanciert. Den verweichlichten, entwurzelten ANYWHERES, den Machteliten der faschistischen NWO ist nativ JEDE Form eines national-stolzen SOMEWHERES ein Dorn im Auge. Halten sich die globalistischen ANYWHERES den „provinziellen“ SOMEWHERES doch haushoch überlegen. Die SOMEWHERES russischer Prägung sind dabei besonders verhasst. Haben sich die Russen doch geradezu klischeehaft Kraft eines charismatischen Führers aus dem zerstörerischen Sog globalistischer Zersetzung erfolgreich erheben können, wahrlich wie ein Phönix aus der Asche. Nun ist für sie Heimatliebe wieder wesenhaft IDENTITÄT stiftend. Und Minderheiten haben sich gefälligst anzupassen.
  6. Mit Vollgas gegen die Wand – Wir betteln um unseren eigenen Ruin

    Dirk Müller © Cashkurs.com/YouTube

  7. Zu keinem Zeitpunkt (KEINEM!) ging vom gegenwärtigen Russland auch nur eine einzige Drohung aus, Westeuropa müsse dieses oder jenes ihm zu Gefalle tun, ansonsten… Es war stets die Ukraine, die mit kleinen Sabotage-Akten den Transit des Öl-/Gashandels zu stören versuchte!
  8. Russen haben nachvollziehbar grundsätzlich und nachhaltig die Schnauze voll, ewig „Vaterländische Kriege“ führen zu müssen. Sie wollen einfach auch einmal ihre endlich gewonnene kleinbürgerliche Zufriedenheit genießen. Doch genau das ist den Apologeten der faschistischen NWO ein Dorn im Auge. Das könnte doch Schule machen.
  9. Es hat den Eindruck, dass Russland selbst den Konflikt im Donbass lange nicht als das sehen wollte, was es ist: Ein aufgezwungener Kulturkampf in Gestalt eines Stellvertreterkrieges des Hegemons, der seine Faschomarionette wie einen tollwütigen Köter gegen Russland abrichtet und von fern von der Leine lässt.

  10. Fast rührend, wie Putin stets (!) fast anbiederisch von „unseren Partnern“ sprach, wenn er den Westen meinte, der doch nichts anderes als die Marginalisierung Russlands im Auge hatte. Im Westen hat man NIEMALS (!?) Putin offiziell als „Partner“ bezeichnet oder behandelt.
  11. Unabhängig davon, dass Russland niemals die militärtechnische Kapazität zur Annexion ganzer Landstriche gegen den Willen der Bevölkerung – „Deutschgebiet“ inklusive – besaß oder besitzt. Selbst wenn doch – wozu? Statt wie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf Befehl mit Mistgabeln zwecks Reparation demontierte Telefone auf Waggons zu schaufeln (!) macht man lieber in Weimar Urlaub und holt in Stuttgart den neuen Mercedes ab. Wenn der Russe nach Deutschland kommt, dann gern als Tourist, Konsument und Freund deutschen Kulturgutes.


Olympiade von Sotschi, ein demütigendes Waterloo?

Im Jahre 2014 leistete sich Russland die teuerste Winterolympiade aller Zeiten im subtropischen Sotschi. Die Kosten beliefen sich angeblich auf über 30 Milliarden Dollar. Zeitgleich schickte in Kiew der Hegemon die europäischen Scheinvermittler – vor allem aus Deutschland und Frankreich – über Nacht mit einem Tritt in die Bedeutungslosigkeit und nach Hause. „Man hätte nicht umsonst fünf Milliarden Dollar in die Ukraine investiert“, polterte offenherzig Victoria Nuland, Staatssekretärin im US-Außenamt, am abgehörten Telefon. Ab sofort wurde gemacht, was der Hegemon sagte, was man lange vorbereitet hatte – nicht nur finanziell. Über Nacht begann sich das Gemetzel gegen alles Russische abzuzeichnen. Das Militär, dass sich soeben noch als neutral erklärt hatte, wurde gegen alles Russische in Marsch gesetzt.

Während in Sotschi über eine ausfallende Show-Beleuchtung gespöttelt wurden, aber letztlich Führer Putin sein Volk mit einer gigantischen „Wir sind wieder wer Show“ beglückte, starben zeitgleich die ersten Ukraine-Russen unter fachkundiger Anweisung ausländischer Militärberater. Während Putins Lieblingsoligarchen 30 Milliarden Doller im Sinne des Wortes in den schmelzenden Schnee setzten, kaufte sich der Hegemon die verfallene Ukraine-Baracke für nur ein Sechstel des Betrages und begann das Ruinenfeld blitzkriegartig in einen befestigten Brückenkopf zu verwandeln.

‚Die Befehlsgewalt haben die US-Amerikaner, nicht die Ukrainer.‘

Quelle: twitter.com/FWarweg

Vor 2014 war besonders Gazprom-CEO Alexei Miller immer wieder mit abfälligen Bemerkungen über die Ukraine aufgefallen, etwa wenn die dagegen aufzubegehren versuchte, plötzlich für Öl und Gas Russland Weltmarktpreise zahlen zu müssen. Miller, mit seinem „geölten Erscheinungsbild“, machte keinen Hehl daraus, wie er die Ukraine im Allgemeinen abgrundtief verachtete und ihr Anliegen im Besonderen für nicht erörterungswert hielt. Dabei hätte MILLER (!) als Erster erkennen müssen, dass der Hegemon dabei war die unzufriedene Ukraine zu übernehmen. ER hätte Putin warnen müssen. Russland wäre es damals möglich gewesen, für einen Bruchteil der Kosten der Olympiashow den Laden VOR den Amerikaner zu kaufen. Geld war vorhanden. Stattdessen konnten sich die Amerikaner wenige Flugminuten von Moskau entfernt eine Art Truppenübungsplatz schaffen, auf dem man im Zweifel „bis zum letzten Ukrainer“ gegen die Russen Krieg führen kann, OHNE auch nur einen einzigen Leichensack zu riskieren, den man nach Hause schicken muss.

Rückblickend, war aus Sicht geopolitischer Softpower für Russland die Olympiade von Sotschi eher ein demütigendes Waterloo. Im Schatten der Lichtshow von Sotschi hatte Russland seine geschützte Südwest-Flanke und einen sicheren Zugang zu Europa vorerst verloren! TG


Under Fire from Ukraine and Misperceived by the West, The People of the DPR Share Their Stories

Ehemaliger Stellvertreter des Verteidigungsministerium: 15 Jahre Ignoranz der USA und der NATO


Teil 1

Teil 2


Quelle: twitter.com/Pamdelaplaya